Stoffflüsse

Siedlungsabfälle

Siedlungsabfälle in kg pro EinwohnerIn und Jahr

Indikatordefinition, Datenquellen & Bezug zur nachhaltigen Entwicklung einblenden

Der Indikator gibt den Siedlungsabfall ohne den Recyclinganteil aus den Wertstoffsammlungen (Glas, Papier etc.) an, der jährlich pro EinwohnerIn aus dem städtischen Sammeldienst anfällt. Eingeschlossen sind Abfälle von Kleinunternehmen, die wie private Haushalte über die Sammeldienste der Stadt entsorgen. Der Anteil aus den Wertstoffsammlungen wird getrennt ausgewiesen.

Für eine nachhaltige Entwicklung ist ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Rohstoffen unabdingbar. Es gilt, mit den Ressourcen haushälterisch umzugehen und die Umweltbelastung bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit niedrig zu halten. Der Grundsatz der Stadt Zürich lautet: Vermeiden, vermindern, verwerten. Obwohl dieser Indikator auch von wirtschaftlichen Gegebenheiten, wie z.B. der Kaufkraft und Konsumlaune abhängt, kann er als Indikator für Tendenzen des allgemeinen Ressourcenverbrauchs der Bevölkerung der Stadt Zürich genommen werden.

Wo steht die Stadt Zürich heute?

Die Menge der Siedlungsabfälle pro Kopf nahm in den letzten Jahren langsam, aber kontinuierlich ab. Durch den Betrieb von rund 160 Wertstoffsammelstellen, zwei Recyclinghöfe, einem Sperrgut- und Elektroabfalltram durch ERZ blieb die Recyclingquote auf dem hohen Niveau von über 40 Prozent.Mehr anzeigen

Die Abfalllandschaft der Stadt Zürich änderte sich im Jahre 1993 massiv. In diesem Jahr wurde die Sackgebühr und somit das Prinzip der verursachergerechten Kosten eingeführt. Die Menge der Siedlungsabfälle sank, diejenige der Recyclingmaterialien stieg. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit zum Recyceln für die Bevölkerung stetig ausgebaut. Aufgrund der Tatsache, dass in der Stadt Zürich rund 42 Prozent der Haushalte kein eigenes Auto besitzen, fährt heute sogar ein Elektroschrott-Tram auf den Stadtzürchern Schienen. Aufgrund des Verursacherprinzips sind unterdessen auch die Hersteller, Importeure und Händler in die Abfalltechnische Verpflichtung genommen worden. Diverse Recyclingprodukte wie z.B. PET- und Elektroschrott sind nicht mehr in der Verantwortung der Kommunen und erscheinen in der obigen Statistik nicht oder nur teilweise.

Städtevergleich

Abfallmenge in kg pro EinwohnerIn im Jahr 2011

*Keine Daten für Bern erhältlich, da sich Bern nicht am Cercle Indicateurs beteiligt.

Indikatordefinition, Datenquellen & spezielle Hinweise einblenden

Siedlungsabfälle verbrannt plus gesammelte Altstoffe aus Separatsammlungen pro EinwohnerIn (ständige Wohnbevölkerung am 31. Dezember) und Jahr.

Nur folgende Altstofffraktionen werden berücksichtigt: Altpapier + Karton (zusammen); Altglas; Altmetall + Alu + Weissblech (zusammen)

Die Siedlungsabfälle enhalten die aus Haushalten stammenden Abfälle sowie andere Abfälle vergleichbarer Zusammensetzung.

Die Aussagekraft ist aufgrund der unterschiedlichen Strukturen in den Städten sehr begrenzt. In jeder Stadt sind andere Trennsystem und Messpunkte der Materialströme vorhanden. Zudem sind die kantonalen und kommunalen Abfallverordnungen verschieden. Neuere vergleichende Zahlen sind nicht vorhanden. Die nächste Erhebung im Rahmen des Cercle Indicateurs steht 2017 an (mit Zahlen von 2015). Bern hatte sich nicht an der Erhebung im Rahmen des Cercle Indicateurs beteiligt.

Wo steht die Stadt Zürich im Vergleich?

Zürich steht im Vergleich zwar gut da. Es ist aber zu beachten, dass der Vergleich nur bedingt zulässig ist. Es fehlt eine einheitliche Regelung des Bundes, was, wie und wo genau gemessen wird.Mehr anzeigen

Der Vergleich mit anderen Städten ist nicht direkt machbar. Es fehlt eine einheitliche Regelung des Bundes, was, wie und wo genau gemessen werden soll. Somit sind auch die Erhebungen dieser Zahlen immer auch unterschiedlich. Sie können aber in einem ersten Schritt als grobe, vergleichende Abschätzungen genommen werden. Tiefergehenden Aussagen können nur nach weiteren Abklärungen der Sammelsysteme in den anderen Städten gemacht werden.

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