Mobilität

Anteil umweltfreundliche Mobilität

Anteil der umweltfreundlichen Verkehrsmittel in Prozent am Total der Personenkilometer, die die Zürcherinnen und Zürcher täglich zurücklegen

Indikatordefinition, Datenquellen & Bezug zur nachhaltigen Entwicklung einblenden

Der Anteil umweltfreundlicher Mobilität entspricht dem Anteil, der mit Bahn, Autobus, Trolleybus, Tram, Velo und zu Fuss zurückgelegten Distanzen, der in der Stadt Zürich wohnhaften Personen ab sechs Jahren. Die Kilometerangaben stammen von den befragten Personen selbst. Auch Wege ausserhalb des Stadtgebiets werden mitgezählt, aber nur Wege innerhalb der Schweiz. Der Pendlerverkehr aus der Agglomeration in die Stadt wird mit diesem Indikator nicht erfasst.

Die Daten stammen aus dem «Mikrozensus Mobilität und Verkehr» (MZMV). Er dient dazu, die Mobilität der Schweizer Bevölkerung statistisch zu erfassen. Die Erhebung wird alle fünf Jahre durchgeführt und gehört zum System der neuen Volkszählung. Es werden jeweils rund 60 000 zufällig ausgewählte Personen telefonisch zu ihrem Verkehrsverhalten befragt.

Auswertung des Mikrozensus Mobilität und Verkehr, MZMV, 1994/2000/2005/2010
Tiefbauamt der Stadt Zürich, Mobilität + Verkehr

Die nächste Erhebung findet 2015 statt. Die Ergebnisse werden 2017 vorliegen.

Die Mobilität ist schweizweit für rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich. Für eine nachhaltige Entwicklung ist eine drastische Reduktion des Verbrauchs fossiler Treibstoffe notwendig. Ausserdem sind die Platzverhältnisse gerade in städtischen Gebieten so eng, dass die Fläche für den Verkehr auch aus rein ökonomischen Gründen möglichst optimal genutzt werden muss. Öffentliche Verkehrsmittel sowie der Fuss- und Veloverkehr schneiden bezüglich Energieverbrauch, Flächenbedarf, Sicherheit, Lärm und Luftverschmutzung besser ab als das Auto. Deshalb ist es für eine nachhaltige Entwicklung wünschenswert, dass diese Verkehrsmittel benützt werden. Die Ökologisierung des motorisierten Individualverkehrs, z.B. mittels Elektromobilität oder Biogasfahrzeugen, trägt ebenfalls zur Reduktion des Energieverbrauchs bzw. der Treibhausgasemissionen bei.

Wo steht die Stadt Zürich heute?

Zürcherinnen und Zürcher setzen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Im Jahr 2010 wurden knapp 60 Prozent der zurückgelegten Distanzen mit der Bahn, mit Tram, Trolleybus und Autobus, zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt.Mehr anzeigen

Im schweizerischen Durchschnitt waren es nur rund ein Drittel. Das gut ausgebaute Netz der öffentlichen Verkehrsmittel und die allgemein kurzen Distanzen in der Stadt tragen wesentlich zu diesem im gesamtschweizerischen Vergleich positiven Bild bei. Die restlichen rund 40 Prozent der Distanzen werden mit dem motorisierten Individualverkehr zurückgelegt.

Im Vergleich zur Erhebung 2005 ist erfreulich, dass der umweltfreundliche Verkehr weiter zugelegt hat und jener des motorisierten Individualverkehrs entsprechend gesunken ist. Insbesondere der Anteil des Fussverkehrs ist gestiegen. Aber auch der Anteile Velo und Öffentlicher Verkehr sind leicht gestiegen.

Der Indikator zeigt den sogenannten Modalsplit der Zürcherinnen und Zürcher auf (Anteile der verschiedenen Verkehrsmittel an der zurückgelegten Gesamtdistanz). Er macht aber keine Aussage über das tägliche Verkehrsaufkommen auf den Strassen der Stadt Zürich.

Nur knapp 40 Prozent der Kilometer der Stadtzürcher Bevölkerung werden auf Stadtgebiet zurückgelegt. Dafür verkehren auf dem Stadtgebiet selbstverständlich auch Auswärtige, die mit dem Indikator nicht erfasst werden. Die Auswärtigen legen sogar mehr Kilometer auf Stadtgebiet zurück als die Zürcher Bevölkerung. Die Verkehrsinfrastruktur und die Verkehrspolitik dürfen deshalb nicht nur auf die eigene Bevölkerung ausgerichtet sein.

Städtevergleich

Arbeitswege zu Fuss, mit dem Velo und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in Prozent

Indikatordefinition, Datenquellen & spezielle Hinweise einblenden

Der Indikator «Verkehrsmittel für den Arbeitsweg - Anteil zu Fuss, Anteil Velo, Anteil öffentliche Verkehrsmittel» wird aus folgenden Einzelindikatoren gebildet:

  • TT1007V: Verkehrsmittel für den Arbeitsweg: Anteil Velo (Percentage of journeys to work by bicycle)
  • TT1008V:Verkehrsmittel für den Arbeitsweg: Anteil Fussgänger (Percentage of journeys to work by foot)
  • TT1010V: Verkehrsmittel für den Arbeitsweg: Anteil öffentlicher Verkehr (Percentage of journeys to work by public transport (rail, metro, bus, tram)

«Journey to work» wird dabei folgendermassen definiert: «Journey to work: refers to shortest trip (from place of residency to the work place, including change of transport mode) by commuters travelling to work places located within the boundary and should include trips by commuters not resident within the boundary but working within.»

Eurostat Urban Audit

Die Angaben für Wien, Amsterdam und Kopenhagen sind veraltet. Im Rahmen von Urban Audit gibt es keine aktuelleren Daten zu diesen Städten. Für Wien fehlen zudem die Angaben zum öffentlichen Verkehr. Für Warschau gibt es gar keine Daten.

Wo steht die Stadt Zürich im Vergleich?

Zürich verfügt über einen sehr leistungsfähigen öffentlichen Verkehr, der von allen Bevölkerungsgruppen genutzt wird. Der Anteil an Personen, die den Arbeitsweg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen ist in Zürich von allen Vergleichsstädten am höchsten.Mehr anzeigen

Im Pendlerverkehr ist das erfreulich, können doch so während den Spitzenzeiten hohe Verkehrsaufkommen bewältigt werden. Für die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs bringt das aber die Herausforderung mit sich, auch in Niederlastzeiten eine betriebsnotwendige Zahl von Fahrgästen befördern zu können.

Es zeigt sich aber auch, dass Zürich einen sehr geringen Anteil an Arbeitswegen zu Fuss und mit dem Velo aufweist. Die vielen Zupendler von Auswärts haben aufgrund der Länge ihres Arbeitsweges allerdings auch kaum die Möglichkeit, diesen vollständig mit dem Velo zurückzulegen. Im Gegensatz dazu sind die hohen Anteile an Arbeitswegen die in Amsterdam und Kopenhagen mit dem Velo zurückgelegt werden auffällig. Das Image, welches diese beiden Städte als Velo-Städte haben bestätigt sich.

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