Methodisches zum Nachhaltigkeitsmonitoring

22 Themenfelder des Nachhaltigkeitsmonitorings Wirtschaftsstandort Arbeitsstandort Arbeitslosigkeit Finanzkraft Materieller Wohlstand Wohnen Klimaschutz Energie Mobilität Stofffluesse Luftqualität Natur und Landschaft lebensqualitaet Soziale Sicherung Überregionale Solidaritaet Vereinbarkeit von Familie und Beruf Integration der ausländlischen Bevölkerung Sicherheit Chancengleichheit zwischen Frau und Mann Menschen mit Behinderung

Positionierung der 22 Themenfelder des Nachhaltigkeitsmonitorings in den drei Dimensionen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft.

Wie misst man eine nachhaltige Entwicklung?

Wie nachhaltig ist die Stadt Zürich und wie kann man das messen? Wie misst man überhaupt eine nachhaltige oder nicht nachhaltige Entwicklung? Einleuchtend ist, dass dazu nicht ein einzelner Indikator ausreicht. Der Bund hat mit «MONET» ein System von 73 Indikatoren zum Messen einer nachhaltigen Entwicklung erarbeitet. Der Cercle Indicateurs, die Plattform zur Entwicklung und Anwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren für Kantone und Städte unter Leitung des Bundesamts für Raumentwicklung, arbeitet mit rund 35 Indikatoren.

22 Themenfelder mit 22 Nachhaltigkeitsindikatoren

Die Stadt Zürich hat 22 Themenfelder bestimmt, die ihr mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung wichtig sind und dazu 22 Indikatoren definiert, die sie über die Zeit verfolgt. Wo möglich, werden Zeitreihen, die 20 Jahre zurückreichen, erhoben. Die Indikatoren werden jährlich nachgeführt und auch im Statistischen Jahrbuch veröffentlicht. Mehr anzeigen

Ein guter Nachhaltigkeitsindikator zeichnet sich dadurch aus, dass er das übergeordnete Themenfeld möglichst gut repräsentiert, sowie dass er aussagekräftig im Sinne der Nachhaltigkeit, einfach zu erheben, verständlich und gut kommunizierbar ist. Kein Indikator erfüllt diese Vorgaben vollumfänglich. Zudem wird die Auswahl massgeblich von der Verfügbarkeit der Daten mitbestimmt. Demgemäss bildet ein Indikator also immer nur einen Ausschnitt aus einem Themenfeld ab. Klar ist: Ein solches Monitoring kann die Wirklichkeit nie 1:1 erfassen. Es zeigt niemals die ganze «Wahrheit». Vielmehr muss es die Wirklichkeit auf wenige Aspekte reduzieren. Eine so verdichtete Gesamtschau erlaubt aber eine Standortbestimmung: Hier stehen wir auf unserem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Städtevergleiche im nationalen und europäischen Umfeld

Wo möglich erlauben Städtevergleiche eine vorsichtige Einordnung im nationalen und europäischen Umfeld. Sie zeigen, wo die Stadt Zürich im Vergleich mit anderen grösseren Schweizer Städten und/oder europäischen Städten steht. Mehr anzeigen

Aufgrund der geographischen, politischen und strukturellen Unterschiede der Städte sind die Vergleiche untereinander mit Vorsicht zu interpretieren. Im Vordergrund steht die Frage, weshalb eine Stadt da steht, wo sie ist. Nicht überall war ein Vergleich mit europäischen Städten möglich. In einigen Themenbereichen ist mangels eines geeigneten Indikators gar kein Städtevergleich möglich resp. sinnvoll.

Als Vergleichsstädte wurden Zürich, Basel, Genf, Bern, Lausanne, Winterthur, St.Gallen und Luzern sowie München, Frankfurt, Stuttgart, Wien, Lyon, Mailand, Amsterdam, Kopenhagen, Barcelona, Manchester, Warschau und damit alles Kernstädte grösserer Agglomerationen gewählt. Es sind dies die acht grössten Schweizer Städte sowie drei für Zürich wichtige deutsche Städte, je eine Stadt aus den anderen Nachbarländern Österreich, Frankreich und Italien, zwei Städte, die oft als besonders vorbildlich genannt werden (Amsterdam und Kopenhagen) sowie eine spanische, eine englische und eine osteuropäische Stadt.

Es war mangels verfügbarer Daten nicht möglich die Städtevergleiche mit den bereits verwendeten Nachhaltigkeitsindikatoren anzustellen. In jedem Themenfeld musste eine eigene Lösung gefunden werden, d.h. ein für das jeweilige Themenfeld passender Städtevergleich gefunden werden. In einigen Fällen konnte auf Städtevergleiche aus dem Cercle Indicateurs zurückgegriffen werden.

Das Nachhaltigkeitsmonitoring ist eine gesamtstädtische Aufgabe. Die Inhalte sind unter Mitwirkung zahlreicher Fachexpertinnen und Fachexperten aus verschiedenen Dienstabteilungen entstanden. Bis 2012 wurde der Nachhaltigkeitsbericht im Vierjahresrhythmus aktualisiert. Mit der jetzt vorliegenden Weblösung sind laufende Aktualisierungen möglich.