Materieller Wohlstand

Einkommen der EinwohnerInnen

Steuerbares Einkommen pro Steuerpflichtige/n im Einzeltarif in CHF

Provisorische Werte für das Jahr 2014. Revisionen sind auch für 2013 und in geringerem Masse für 2012 zu erwarten.

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Die Werte der letzten beiden Jahre sind sehr vorsichtig zu interpretieren, da für diese Jahre nicht alle (resp. nicht ausreichend) Steuereinschätzungen vorliegen. Insbesondere bei den hohen Steuererklärungen dauert es aufgrund der hohen Komplexität oftmals länger bis zur definitiven Einschätzung. Die Werte der jüngsten Jahre werden deshalb mit Sicherheit noch revidiert (tendenziell nach oben, insbesondere im obersten Quintil).

Dargestellt sind der Median des steuerbaren Einkommens in der Stadt Zürich (50 Prozent der Einkommen sind höher, 50 Prozent sind tiefer) sowie die Quintile für 20 und 80 Prozent (inflationsbereinigt, zum Preisstand von 2000).

Dargestellt sind nur Personen, die im Einzeltarif besteuert werden. Diese Gruppe macht rund 70 Prozent der Steuersubjeke aus. Verheiratete Personen und Einelternfamilien werden nach einem anderen (ermässigten) Tarif besteuert.

Das steuerbare Einkommen entspricht dem um alle Abzüge und steuerfreien Beträge verminderten Total der Einkommen. Die Einkommen stammen hauptsächlich aus selbständiger und unselbständiger Tätigkeit, aus Vorsorgeeinkommen sowie aus Erträgen aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen.

Eine nachhaltige Entwicklung hat zum Ziel, dass alle Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können. Das individuelle Einkommen trägt dazu bei, diese Bedürfnisse decken zu können. Steigende individuelle Einkommen sind im Wesentlichen eine Folge von Produktivitätsgewinnen. Aus der Sicht der nachhaltigen Entwicklung ist von Bedeutung, dass von anfallenden Gewinnen alle und nicht nur die oberen Einkommensklassen profitieren. Es stellt sich auch die Frage nach der räumlichen Verteilung des Wohlstands. Quartiere sollten möglichst durchmischt sein und es sollte sich keine sich weiter öffnende Einkommensschere zwischen Quartieren mit hohen Einkommen und solchen mit niedrigeren bilden.

Wo steht die Stadt Zürich heute?

Der Median der steuerbaren Einkommen von im Einzeltarif besteuerten Personen in der Stadt Zürich ist zwischen 1999 und 2012 um rund zwölf Prozent angestiegen. Er lag 2012 bei rund 39 100 Franken. Mehr anzeigen

Das 80%-Quintil ist von 59 600 Franken im Jahr 1999 auf 69 600 Franken im Jahr 2012 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg um rund 17 Prozent. An den höchsten Einkommen lässt sich die wirtschaftliche Konjunktur ablesen: Die Krise anfangs Jahrtausend (2001), der Anstieg ab 2004 vor dem Hintergrund der expandierenden Wirtschaft und eine leichte Abflachung ab 2009 in Folge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Wobei sich diese offenbar nur geringfügig auf die steuerbaren Einkommen ausgewirkt hat.*

Der Median der Einkommen ist zwischen 1999 und 2012 ebenfalls um rund 12% angestiegen: Von 35 000 Franken im Jahr 1999 auf rund 39 100 Franken im Jahr 2012.

Das 20%-Quintil dagegen ist in dieser Zeitspanne um 2,9 Prozent gesunken (1999 13 700 Franken; 2012 13 300 Franken).

Fazit: Die Schere zwischen dem untersten Fünftel und den mittleren und höheren steuerbaren Einkommen ist in der Betrachtungsperiode auseinandergegangen. Dies ist Ausdruck einer Zuwanderung von vor allem status höheren und wohlhabenderen Bevölkerungsgruppen in die Stadt Zürich.

* Die Werte 2013 und 2014 können nicht interpretiert werden, da für diese Jahre noch nicht alle Steuereinschätzungen vorliegen. Insbesondere bei den hohen Steuererklärungen dauert es aufgrund der hohen Komplexität oftmals länger bis zur definitiven Einschätzung.

Städtevergleich

UBS-Kaufkraftvergleich 2015: Nettostundenlohn im Verhältnis zu den Kosten eines Warenkorbs, inkl. Miete (Zürich = 100)

Im Kaufkraftvergleich sind aus der Schweiz nur Zürich und Genf vertreten, ebenfalls keine Angaben für Stuttgart und Manchester.

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Zur Berechnung der Binnenkaufkraft wird der Nettostundenlohn (Indexwert) ins Verhältnis zu den Kosten eines Warenkorbs mit 122 Gütern und Dienstleistungen sowie der Wohnungsmiete (Indexwert) gesetzt. Der Referenzwarenkorb beruht auf den monatlichen Konsumgewohnheiten einer dreiköpfigen europäischen Familie.

Die Binnenkaufkraft auf Basis des Nettostundenlohnes gibt an, wieviel man sich mit dem Geld für eine geleistete Arbeitsstunde nach allen Abzügen kaufen kann. Je grösser der Indexwert, umso mehr inländische Güter und Dienstleistungen kann sich ein Arbeitnehmer kaufen. Für 71 Städte weltweit werden Daten erhoben.

Preise und Löhne. Ein Kaufkraftvergleich um die Welt, UBS

Die Publikation wird seit 1970 alle drei Jahre herausgegeben.

In den Schweizer Städten ist eine private Krankenversicherung unabhängig vom Einkommensniveau obligatorisch. Diese ist nicht Teil des Sozialversicherungssystems und die Beiträge werden nicht vom Lohn abgezogen wie in anderen Ländern.

Der Vergleich beruht auf einem nach westeuropäischen Verbrauchsgewohnheiten gewichteten Warenkob mit 122 Gütern und Dienstleistungen. Ein typischer Warenkorb in einer afrikanischen oder asiatischen Stadt würde sich anders zusammensetzen.

Grundsätzlich gilt, dass Vergleiche dieser Art mit Vorsicht zu interpretieren sind. Es ist nie möglich alle relevanten Aspekte zu berücksichtigen, immer müssen Annahmen und Vereinfachungen getroffen werden. Je nach gewählter Methodik zur Berechnung der Kaufkraft kann das Ergebnis variieren.

Wo steht die Stadt Zürich im Vergleich?

In Zürich ist die Binnenkaufkraft am höchsten, obwohl die Limmatstadt gleichzeitig auch eine der teuersten Städte weltweit ist. Wer in Zürich arbeitet und wohnt kann über mehr inländische Güter und Dienstleistungen verfügen als Menschen, die in den anderen untersuchten Städten leben. Mehr anzeigen

Anhand eines Vergleichs der Inlandpreise für einen repräsentativen Warenkorb mit dem entsprechenden Lohnniveau lassen sich die Unterschiede der relativen Kaufkraft in den einzelnen Metropolen abbilden. In Zürich ist die Binnenkaufkraft am höchsten, obwohl die Limmatstadt gleichzeitig auch eine der teuersten Städte weltweit ist.

Die Stadt Genf gehört ebenfalls zur Spitzengruppe im Kaufkraft-Ranking. Der Abstand zu den anderen in der Graphik abgebildeten Metropolen ist beträchtlich. Die Binnenkaufkraft ist hier rund 20 Prozent geringer als in Städten der Spitzengruppe.

Von den 71 Vergleichsstädten der UBS-Studie kann man sich in Kiew, Nairobi und Jakarta vom Lohn am wenigsten leisten. Wer sich in Nairobi ein iPhone 6 kaufen will, muss dafür 468 Arbeitsstunden leisten, während es in Zürich im Durchschnitt knapp 21 Stunden sind.

Weiterführende Informationen