Lebensqualität

Zufriedenheit der Bevölkerung

mit Einrichtungen und Angeboten der Stadt Zürich

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Anteil der EinwohnerInnen der Stadt Zürich, die mit ausgewählten Einrichtungen und Angeboten in Zürich zufrieden sind (Werte grösser gleich 4 in einer Notenskala von 1 bis 6). Die zehn bewerteten Einrichtungen sind: Kinderbetreuungsangebote, Treffpunkte und Freizeiteinrichtungen, Grünanlagen und Pärke, Sportanlagen und Schwimmbäder, Kulturangebote, Möglichkeiten zum Ausgehen, Wohnungsangebot, öffentliche Verkehrsmittel, Parkplatzangebot Innenstadt sowie Bildungs- und Weiterbildungsangebote.

Nachhaltige Entwicklung besagt, dass sowohl die heute lebende Generation wie auch künftige Generationen, die Möglichkeit haben sollen, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Zum einen ist damit die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse angesprochen. In den Wohlstandsgesellschaften stellt sich aber viel mehr die Frage, wie eine gute Lebensqualität erreicht oder gehalten werden kann, ohne auf Kosten künftiger Generationen zu leben. Ein Anstieg der Zufriedenheit ist deshalb nicht unbedingt ein Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung. Zu berücksichtigen ist, dass subjektives Wohlbefinden (gemessen an der Zufriedenheit) nur lose gekoppelt ist mit materiellem Wohlstand. Immaterielle Faktoren wie Beziehungen, Sinnerfüllung, Teilhabe, Selbsterfüllung sind ebenso bedeutend.

Wo steht die Stadt Zürich heute?

Im Jahr 2015 sind rund 91 Prozent der Bevölkerung mit den Angeboten und den öffentlichen Einrichtungen in Zürich zufrieden. Entscheidend für die etwas tieferen Werte gegenüber den Jahren 2005 und 2007 ist die deutlich geringere Zufriedenheit mit dem Wohnungsangebot.Mehr anzeigen

Die Stadt Zürich bietet eine sehr hohe Lebensqualität. Dies zeigen die Ergebnisse der alle zwei Jahre durchgeführten Bevölkerungsbefragung. Erfragt wurde die Zufriedenheit mit dem Freizeit- und Kulturangebot, den Grünanlagen und Parks, der Verkehrsinfrastruktur, dem Wohnungsangebot, den Bildungs- und Weiterbildungsangeboten und den Kinderbetreuungsangeboten.

Der subjektive Zufriedenheitsgrad steigt im Zeitraum von 1999 bis 2003 leicht an. 2005 und 2007 ist dann ein Sprung zu verzeichnen: 2005 war die Zufriedenheit in fast allen abgefragten Bereichen höher; 2007 ist vor allem die gestiegene Zufriedenheit mit dem Kinderbetreuungs- und dem Wohnungsangebot für den hohen Gesamtzufriedenheitsgrad verantwortlich. Die seither etwas tieferen Werte sind vor allem auf eine deutlich geringere Zufriedenheit mit dem Wohnungsangebot zurückzuführen. 2015 ist der Gesamtzufriedenheitsgrad wieder etwas angestiegen: Die wieder etwas höhere Zufriedenheit mit dem Wohnungsangebot sowie die im Zeittrend zunehmende Zufriedenheit mit den Kinderbetreuungsangeboten sind für den Anstieg hauptverantwortlich. Daneben sind aber auch die Anteile an Zufriedenen in allen anderen abgefragten Bereichen im Vergleich zu 2013 leicht angestiegen.

Städtevergleich

Zufriedenheit mit dem Wohnort (rot: Bevölkerungsbefragungen in Schweizer Städten;
grün: Meinungsbefragung durch die Europäische Kommission)

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Bevölkerungsbefragungen in Schweizer und europäischen Städten.

  1. Eigene Bevölkerungsbefragungen der Schweizer Städte (im Diagramm rot): 2015 in Zürich, 2012 in Luzern, 2011 in Basel, Bern und Winterthur sowie 2009 in St.Gallen.
    Frage: Wie gerne leben Sie in der Stadt x? Mögliche Antworten: sehr gerne/eher gerne/eher ungern/ganz ungern.
  2. Meinungsbefragung «Quality of life in cities» der europäischen Kommission 2012 (Zürich, Genf, München, Wien, Kopenhagen, Amsterdam, Barcelona, Machester, Warschau)
    Frage: Ich bin zufrieden, in der Stadt x zu wohnen

Meinungsbefragung zur Lebensqualität in 79 europäischen Städten, europäischen Kommission, Oktober 2013

Bevölkerungsbefragungen 2015 in Zürich, 2012 in Luzern, 2011 in Basel, Bern und Winterthur sowie 2009 in St.Gallen (siehe Links unter weitere Hinweise)

Für die Stadt Luzern mussten die Werte von einer 11er-Skala auf die 4er-Skala umgelegt werden, weshalb die Vergleichbarkeit etwas eingeschränkt ist.

Zürich, Basel, Bern und Luzern führen die nächste Bevölkerungsbefragung im Jahr 2019 durch (alle vier Jahre). St.Gallen im Jahr 2017, Winterthur zu einem noch nicht bestimmten späteren Zeitpunkt.

Wo steht die Stadt Zürich im Vergleich?

98,5 Prozent der im Jahr 2015 Befragten leben generell gerne oder sehr gerne in Zürich. Die Unterschiede zu den anderen Schweizer Städten sind gering. Zu beachten ist, dass die Befragungen aus verschiedenen Jahren stammen. Die Stimmungslage in den aufgeführten europäischen Städten ist ebenfalls gut, wenn sie insgesamt auch etwas kritischer beurteilt wird als in Zürich.Mehr anzeigen

Auch in Winterthur (98 Prozent) sowie in Basel, Bern, St.Gallen und Luzern (je 97 Prozent) ist die Wohnortsbeliebtheit hoch. Die Resultate der städtischen Bevölkerungsbefragungen decken sich mit den Ergebnissen externer Städterankings zur Lebensqualität.

In der alljährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführten weltweiten Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität in 230 Grossstädten schneiden die Schweizer Städte überdurchschnittlich gut ab. Zürich liegt hinter Wien an zweiter Position gefolgt von Auckland, München und Vancouver (Ergebnis 2015). Mit Genf (Rang 8) befindet sich eine weitere Schweizer Stadt in den Top-Ten, Bern belegt den 13. Platz. Zur Beurteilung der Lebensqualität wurden für jede Stadt 39 Kriterien aus der Sicht von Mercer-Mitarbeitern herangezogen, die in das betreffende Ausland entsandt worden sind. Diese Merkmale schließen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein. Hinzu kämen Faktoren wie persönliche Sicherheit und Gesundheit, Bildungs- und Verkehrsangebote sowie andere öffentliche Dienstleistungen. Die Ergebnisse dieser regelmäßig veröffentlichten Studie dienen Regierungen und internationalen Unternehmen als wichtige Informationsquelle und Entscheidungshilfe bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland.

Weiterführende Informationen