Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerung

Wohnbevölkerung (nach wirtschaftlichem Wohnsitzbegriff)

Indikatordefinition, Datenquellen & Bezug zur nachhaltigen Entwicklung einblenden

Mittlere Wohnbevölkerung in der Stadt Zürich nach wirtschaftlichem Wohnsitzbegriff. Die mittlere Wohnbevölkerung entspricht der im Durchschnitt eines bestimmten Kalenderjahres in der Stadt Zürich wohnhaften Bevölkerung ((Jahresanfangswert + Jahresendwert)/2). Der wirtschaftliche Wohnsitz umfasst alle Personen, die in der Stadt Zürich gemeldet sind, in der Stadt wohnen und die städtischen Infrastrukturen beanspruchen. Zur wirtschaftlichen Wohnbevölkerung gehören auch Wochenaufenthalterinnen und Wochenaufenthalter, Asylsuchende, Flüchtlinge mit vorläufiger Aufnahme sowie Kurzaufenthalterinnen und Kurzaufenthalter.

Es ist ein Gebot der Raumplanung, dass das Bevölkerungswachstum in den bestehenden, gut erschlossenen Siedlungsgebieten stattfinden soll. Verdichtung ist der Kern einer nachhaltigen Bodennutzung. Es ist deshalb positiv zu werten, wenn die Bevölkerung in der Stadt Zürich wächst (anstatt an den Rändern der Agglomeration). Die Stadt ist bestrebt, eine qualitätsvolle Verdichtung zu ermöglichen und dabei auch Grün- und Freiräume zu bewahren.

Viele der nachfolgend verwendeten Indikatoren werden auf die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt Zürich bezogen. Der Verlauf der Bevölkerungsentwicklung ist deshalb in die Überlegungen zur Interpretation der nachfolgenden Diagramme einzubeziehen.

Wo steht die Stadt Zürich heute?

Die mittlere Wohnbevölkerung für das Jahr 2015 betrug 407 700 Personen. Am 22. Januar 2014 wurde die Marke von 400 000 überschritten. Gemäss Szenarien ist es gut möglich, dass künftig über 500 000 Personen in Zürich leben werden. Mehr anzeigen

Der Bevölkerungshöchststand lag im Juli 1962 bei 445 314 Personen. Darauf folgten die Jahre der Schrumpfung. Im Jahr 1998 lebten noch 359 000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Stadt. Seither wächst Zürich wieder. In den letzten 20 Jahren sind rund 50 000 Personen dazu gekommen. Vom ehemaligen Höchststand sind wir zwar noch ein gutes Stück entfernt. Gemäss neusten Szenarienrechnungen von Statistik Stadt Zürich wird diese Marke in Zukunft aber deutlich überschritten. Als Folge der regen Bautätigkeit gehen die Szenarien davon aus, dass im Jahr 2030 zwischen 470 000 bis 520 000 Personen in Zürich leben werden. Gemäss kantonalen Vorgaben soll eine Entwicklung für mindestens 80 000 zusätzliche Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht werden.

Das Gesicht der Stadt hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark gewandelt. Nicht zuletzt auch als Folge von städtischen Investitionen und Aufwertungsmassnahmen in den Quartieren sowie einer aktiven Wohnbautätigkeit seit Ende der 90er-Jahre. Der Bevölkerungsanstieg ist zu einem grossen Teil Folge der Zuwanderung, die zwei Drittel des Bevölkerungswachstums ausgemacht hat. Ein Drittel des Zuwachses rührt daher, dass mehr Geburten als Sterbefälle verzeichnet wurden.

Der Wandel zeigt sich auch in der Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung. In den letzten Jahren zogen vermehrt hoch qualifizierte jüngere Personen aus Nord- und Westeuropa zu, während die Anzahl der Personen aus Süd- und Südosteuropa durch Einbürgerungen und Rückwanderung stabil blieb oder gar abnahm. Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen, seit der Jahrtausendwende allerdings nur noch gering und lag Ende 2015 bei 32 Prozent.

Nach wie vor wandern zwar Familien mit Kindern ins Umland ab. Dennoch werden seit dem Jahr 2004 wieder Geburtenüberschüsse erzielt und es bleiben gesamthaft mehr Familien in der Stadt. Die Anzahl Kinder hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

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